Was ist Gestalttherapie?
Grundlagen und Ziele der Gestalttherapie
Gestalttherapie ist eine von Fritz Perls auf der Grundlage der Psychoanalyse weiterentwickelte Therapieform, die über den tiefen-psychologischen Ansatz hinaus u.a. auch Einflüsse des Christentums, des Buddhismus, der Existenzphilosophie, Humanistischen Psychologie und der Reichianischen Charakteranalyse mit einbezieht (- Integrative Gestalttherapie -).
Die Gestalttherapie ist ein Prozess zur Verbesserung des Kontakts zur Umwelt und zum personalen Gegenüber.
In der Interaktion zwischen Therapeut und Klient - d.h. durch das "Kontakterleben" in dieser Ich-Du-Begegnung - werden im "Hier und Jetzt" Blockaden, "blinde Flecken" und abgespaltene Persönlichkeitsanteile aufgespürt.
Das Ziel solcher gestalttherapeutischen Prozesse ist die Schulung der bewussten Wahrnehmung eines ganzheitlichen Austausches mit der Umwelt und dessen autonomer Steuerung.
Durch die vertiefte Wahrnehmung innerer und äußerer Vorgänge und durch die kreative Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten wächst die Fähigkeit zum selbstverantwortlichen Handeln.
In diesem Prozess der Schärfung von Selbst- und Umweltwahrnehmung werden sprachliche und körperliche Äußerungen gleichermaßen berücksichtigt und durch kreative Medien sowie Körperübungen zur Entfaltung gebracht.
So hat sich die Gestalttherapie für den Abbau neurotischer Störungen und als Teil einer integrativen Therapie bei Psychosen als eine wirksame psychotherapeutische Methode erwiesen.
Sie findet aber auch in anderen psychosozialen Berufen, in der Pädagogik, Beratung, Supervision und Organisationsentwicklung erfolgreiche Anwendung. Dabei werden die aus der Gestalttherapie entwickelten Methoden und Prinzipien auf diese Bereiche übertragen.

